AGM Batterie, 12 Volt Batterie, Solarbatterie, Lithium Batterie – Welche Camping Batterie ist die Beste?

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AGM Batterie ist die Abkürzung für Absorbent Glass Mat, eine Konstruktionsform von Blei-Säure-Batterien.
Als Solarbatterie auch als Solarakkumulatoren bezeichnet oder kurz Solarakkus bezeichnet, sind Akkumulatoren, die speziell für den Einsatz in Photovoiltaikanlagen entwickelt wurden oder einfach nur dafür eingesetzt werden. Sie dienen zur Speicherung der mit Solarmodulen gewonnenen Energie und als Pufferbatterien beim Betrieb größerer Verbraucher. Oft wird der Begriff auch allgemein für in Solarstromanwendungen verbaute Akkus gebraucht, auch wenn sie nicht dafür spezifiziert sind.

Solarpanele von Reimo

Solarpanele von Reimo

Solarbatterien, können als Versorgungsbatterie für den Wohnraum im Wohnmobil genutzt werden. Damit diese Batterien eine lange Lebensdauer haben, sollten sie langsam zu höchstens 40% der Nennleistung entladen werden. Da die Solarzelle abhängig von der Sonneneinstrahlung die Batterien nicht immer voll lädt, sollten Sie so häufig wie möglich die Batterie mit einem herkömmlichen Netzladegerät richtig voll laden.
Für eine höhere Entladung bis 50% empfehlen wir Ihnen die zyklenfesteren Deep-Cycle AGM Batterien oder die besonders hochwertigen Lithium-Eisenphosphat Batterien (bis 90%).

Grafik zeigt die Auswirkung von Temperaturschwankungen auf verschiedene Batterietypen

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Car Best bietet preiswerte Batterien zu top Qualität

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12 Volt Batterien und weitere Batterietypen finden Sie im großen Reimo Campingzubehör-Shop unter https://www.reimo.com/de/D-campingzubehoer_shop/D5-solar_solarbatterien/D5U-solarbatterien/
Welche Batterie ist nun aber am besten für den Camper geeignet?
Die ideale Wohnmobil-Batterie müsste viel Energie speichern können, diese Energie bei Bedarf auch schnell abgeben und beim Laden dann ebenso schnell wieder aufnehmen können. Gleichzeitig sollte sie natürlich klein, leicht und preisgünstig sein und eine lange Lebensdauer haben.
Leider gibt es das so insgesamt (noch) nicht ganz.
In der Realität muss der Wohnmobilist also Kompromisse schließen zwischen Energiebedarf, Geldbeutel, Waage und Platz.
Zur Auswahl stehen heute verschiedene Typen Blei- oder seit neuestem noch Lithium Akkus, zum Beispiel die bereits genannte AGM Batterie.

Bleibatterien

Bleibatterien haben alle das grundsätzliche Problem, daß sie es nicht mögen, wenn sie völlig entladen werden. Man spricht dabei von der Entladetiefe und die Faustregel sagt, daß man nicht regelmäßig mehr als ca. die Hälfte des Energiegehalts aus der Batterie entnehmen sollte. Wenn man es doch tut, sinkt dadurch die Lebensdauer der Batterie deutlich ab. Für die Kalkulation der Batteriekapazität sollte man also annähernd vom doppelten des zu erwartenden Energiebedarfs ausgehen. Daher ist es wichtig, den Stromverbrauch von Kaffeemaschine und Co. zu kennen.
Die klassische Starterbatterie ist von der Auslegung des inneren Aufbaus dafür konzipiert, in kurzer Zeit hohe Ströme abzugeben und wieder aufzunehmen. Für Campingzwecke ist das in der Regel nicht ideal. Außerdem ist das Gehäuse nicht dicht abgeschlossen, so daß bei der Ladung entstehendes Gas in den Wohnraum gelangen kann. Eine solche Batterie muss deshalb in einem nach aussen entlüfteten Gehäuse installiert sein.
Die Variante der zyklenfesten Batterie ist vom inneren Aufbau mehr auf häufiges Laden und entladen ausgerichtet und sollte deshalb länger halten, wird aber heute nicht mehr so häufig verwendet
Gelbatterien haben das Elektrolyt in einem Gel gebunden. Sie können deshalb auch gelegt werden, was unter Umständen bei Platzproblemen einen großen Vorteil bietet. Sie sind unserer Erfahrung nach recht empfindlich, wenn sie nicht regelmäßig voll geladen werden. Das Problem dabei ist, das die Batterien während der Fahrt über die Lichtmaschine zwar geladen werden, die Spannung reicht aber nicht aus, um die Gelbatterien wirklich voll geladen zu bekommen. Damit sinkt die Lebensdauer erheblich.

Weniger empfindlich in dieser Hinsicht sind die AGM Batterien. Hier ist die Batteriesäure in einem Glasfasergewebe wie in einem Schwamm gebunden. Diese Batterien können deshalb ebenso wie Gelbatterien auch gelegt werden. Dieser Batterietyp bietet im Moment unserer Erfahrung nach den besten Kompromiss zwischen Kosten, Leistung und Lebensdauer.

Die Deep-Cycle AGM Batterien sind deutlich zyklenfester (500 Ladezyklen bei 50% Entladung, 1200 Zyklen bei 30% Entladung) als die meisten preiswerten Blei-Akkus. Die Lithium-Eisenphosphat Batterien haben bei 90% Entladung ca. 2500 Ladezyklen.

Mittlerweile gibt es für den Wohnmobilbereich auch schon Lithiumbatterien. Grundsätzlich kennt man sie aus nahezu allen mobilen Geräten wie z.B. Handys. Für den Campingbereich wird dabei die Variante der LiFePo4 Batterie verwendet, die in der Benutzung unkritisch ist.

Schnelle Ladung + hohe Entladung schafft eine Lithium Eisen Phosphatbatterie

Schnelle Ladung + hohe Entladung schafft eine Lithium Eisen Phosphatbatterie

Jede Lithiumbatterie enthält im Gegensatz zu einer Bleibatterie eine Elektronik – das Batteriemanagement. Diese Elektronik steuert die Ladung und Entladung der Batterie, überwacht auf Tiefentladung und schaltet gegebenenfalls die Verbraucher ab.
Die LiFePO4 Batterien bieten eine Reihe von Vorteilen gegenüber den Bleibatterien.
• Das Gewicht ist nur etwas die Hälfte von einer Bleibatterie bei gleicher Nennkapazität. Wenn man dabei berücksichtigt, daß man aus der Lithium Batterie die komplette gespeicherte Energie entnehmen kann, hat man bei gleicher nutzbarer Kapazität sogar nur 25% des Gewichts. Laut Herstellerangaben kann man die LiFePO4 Batterien für ca 5000 Ladezyklen nutzen, das ist um ein vielfaches mehr als bei Bleiakkumulatoren.
• Unseren ersten Prototyp einer LiFePO4 Batterie hatten wir 2 Jahren im Alltagseinsatz – mit täglicher Beanspruchung durch die Kompressorkühlbox. Bei einer Überprüfung konnten wir bislang keinerlei Verringerung der Kapazität feststellen. Siehe auch Batterievideos in unserem Youtube Kanal: Reimo Camping

• Die Batterien lassen sich schneller laden, da im Unterschied zu einer Bleibatterie nahezu der ganze Ladevorgang mit vollem Ladestrom erfolgen kann.
• Die Batterien können ebenfalls gelegt werden.
Der einzige so gesehene “Nachteil” ist der zuersteinmal hohe Preis der LiFePO4 Batterien. Jedoch muss dieser durch die erhöhte Lebensdauer/Ladezyklen gleichgesetzt werden: Insofern sind die Lithium Batterien nicht teurer, im Vergleich.

Der Anschaffungspreis wird durch die erhöhte LAdezyklenanzahl gerechtfertigt

Der Anschaffungspreis wird durch die erhöhte Ladezyklenanzahl gerechtfertigt

Wenn die Wohnraumbatterie häufig leer ist, gibt es verschiedene Möglichkeiten um dies zu beheben.
Eine Möglichkeit ist die Parallelschaltung von zwei Batterien, zum Beispiel zwei AGM Batterie n.
Grundregel dafür ist, man sollte immer gleichartige, gleichstarke, gleichalte Batterien verwenden. Es empfiehlt sich nicht, einer alten Batterien eine neue „zur Seite“ zu stellen, die neue Batterie nimmt dabei Schaden.
Es gibt aber Vorrichtungen, die diese Problematik umgehen, indem sie die beiden Batterien bei bestimmten Bedingungen trennen. (z.B. Batteriemanager).

Eine weitere Möglichkeit ist der Einbau einer größeren Batterie. Dies funktioniert jedoch nur wenn ausreichend Platz vorhanden ist, dann ist es jedoch eine gute Idee.

Ein anderer Versuch wäre die Ladesituation der (AGM) Batterie zu verbessern.

Die Vergrößerung der Batteriekapazität wird nichts helfen, wenn die neue Batterie nicht geladen wird. Hierfür gibt es zum einen Ladebooster, die die Ladung der Batterie bei laufendem Motor verstärken (z.B. Reimo Powerservice). Außerdem sollte das eingebaute Ladegerät genug Power haben, um auch bei laufenden Verbrauchern (Fernseher, Satellitenantenne….) die Batterie noch zu laden.

Kann eine Solaranlage im Wohnmobil helfen die Batterieleistung zu verbessern?

Der Einbau von Solarzellen kann unter bestimmten Bedingungen die Energieprobleme lösen helfen. Allerdings muss die Solarenergie gepeichert werden, dafür ist eine ausreichend große AGM Batterie wichtig. Die Solarzelle hilft entscheidend, die Batterie während längerer Standzeiten voll geladen zu halten. Bei ausreichender Dimensionierung kann sie auch die im Fahrzeug verbaute Kühlbox und Beleuchtung betreiben – zumindest bei gutem Wetter. Das häufige Dilemma ist allerdings, daß der Stellplatz ja häufig eher im Schatten gesucht wird – das ist für die Solarversorgung kontraproduktiv.

Schadet ein Wechselrichter meiner Wohnraumbatterie?

Wechselrichter dienen dazu, aus der Batteriespannung haushaltsübliche Netzspannung zu erzeugen. Die Versorgung eines Wechselrichters mit Energie kann allerdings eine extreme Belastung für die Batterie sein. Unkritisch und einfach ist es, Ladegeräte für Handy und Laptops mit Netzstrom zu versorgen. Für die Versorgung einer Kaffeemaschine oder besonders einer Klimaanlage treten aber besondere Probleme auf. Eine Kaffeemaschine mit einer Nennleistung von 1000W benötigt rechnerisch einen Batteriestrom von 83 A. Da sind kurze und ausreichend dimensionierte Verbindungskabel unbedingt nötig. Wenn es sich um eine PAD Kaffeemaschine handelt, kommt noch ein weiteres Problem dazu. Wenn die Punpe anspringt, braucht diese kurzzeitig einen noch erheblich höheren Strom.

Wie gut ein Carbest Wechselrichter von Reimo diese Anforderung meistert sehen Sie hier im Video:

In noch höherem Maße gilt das für Klimaanlagen. Messungen durch uns haben ergeben, daß eine Dometik Klimaanlage, die im laufenden Kühlbetrieb 800 W Leistung benötigt, beim Start des Kompressors für Sekundenbruchteile bis zu 4000 W fordert. Wenn das mit einem Wechselrichter mit 1000W oder 1500 W Nennleistung funktionieren soll, muss dieser schon über eine sehr „gutmütige“ Elektronik verfügen. Wir haben das mit einigen Wechselrichtern und 2 Klimanlagen durchprobiert.
Dieser hohe Anlaufstrom kann auch zur Folge haben, daß der Stromanschluss auf dem Campingplatz überfordert ist und die Sicherung abschaltet, wenn die Klimaanlage starten will. Abhilfe könnte hier schaffen, die Klimaanlage über die Batterie mit einem Wechselrichter zu betreiben und gleichzeitig die Batterie mit einem ausreichend starken Ladegerät nachzuladen.

Was sollte während der Winterpause bezüglich der AGM Batterie beachtet werden?

Am sichersten ist es, die Batterie für die Winterpause auszubauen und sie in einem frostgeschützen und trockenen Raum aufzubewahren. Dort sollte sie hin und wieder nachgeladen werden.
Alternativ bei längeren Standzeiten einfach den Minuspos der Batterie abklemmen. Aber auch dann ist darauf zu achten, daß die Batterie voll geladen in den Winter geschickt und am besten hin und wieder nachgeladen wird.

!! Kaputte Batterien entstehen fast immer dadurch, dass die Batterien nach der Teilentladung nicht richtig geladen werden und dadurch zu häufig zu tief entladen werden.

Die Lebensdauer Ihrer Solar- und Versorgungs-Batterie wird erheblich verlängert, wenn sie jeweils richtig voll geladen wird. Achtung: Gel-Batterien müssen, wenn sie voll sind, noch mindestens weitere 6-8 Stunden geladen werden!!

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