Freiheit und Abenteuer im Campingbus

Moglis & Balus Reise geht weiter…

Unabhängig und frei

Unabhängig und frei

Ich bin angekommen

Warst du eigentlich schon einmal mit einem Camper Van unterwegs und hast diese Freiheit spüren können?

Wenn nein, dann solltest du das auf jeden Fall einmal machen!

Denn es ist magisch, aufregend, beunruhigend und einfach geil zugleich!

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Seit 2 Monaten sind Balu und ich nun unterwegs durch den Südosten Europas und den Balkan, immer noch auf der Suche nach den Nordlichtern. Paradox, oder? Aber erst einmal gilt es den Sommer an der Küste zu genießen, bevor es dann in den kalten Norden geht.

In unserem letzten Artikel habe ich uns ein wenig vorgestellt und euch erzählt was wir so vor haben, deshalb gehe ich jetzt direkt ans Eingemachte!

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Am 18.05.2016 sind wir von Nürnberg aus gestartet!

Ich hatte null Ahnung was uns erwartet, wie sich Balu verhalten wird und welchen Menschen wir begegnen werde.

Anfangs hatte ich das Glück, dass Freunde von mir mitgefahren sind und ich mich so an das Van Leben langsam und mit Unterstützung gewöhnen konnte.

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Doch um ganz ehrlich zu sein und mittlerweile, in einem ganz anderen Blickwinkel, war ich damals noch gar nicht angekommen! Wir sind relativ schnell von A nach B ‚gehetzt‘ (hetzen ist mit Balu nicht ganz so möglich) und Strecke gemacht! Doch so nach etwa 4 Wochen auf Achse hat sich etwas verändert.

Anfangs haben wir fast nur auf Campingplätzen übernachtet, was natürlich ins Geld geht und die Erfahrung, die ich eigentlich machen wollte, verfälscht! Seitdem ich vor etwa einem Monat über die Grenze von Slowenien nach Kroatien bin, hat sich irgendetwas verändert. Ich habe mehr nach freien Plätzen gesucht und das autarke Leben begonnen! (auch wenn das ‚Wildcampen‘ in Kroatien verboten ist)

Durch die Unterstützung von REIMO ist es uns so zum Glück möglich, mehrere Tage, ohne Stromanschluss in der Wildnis zu stehen und die Natur in vollen Zügen in mich aufzunehmen!

Es hat etwa einen Monat gedauert, doch nun kann ich voll und ganz genießen!

Begegnungen, magische Landschaften, die Hitze und der Weg, denn der ist das Ziel!

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Ich bin angekommen!

Angekommen in einem Leben, welches mir so viel Ruhe gibt. So viele schöne Momente beschert und mir so viel Schönes entgegen bringt, dass ich es gar nicht fassen kann!

 

In den letzten Wochen habe ich vielleicht einmal pro Woche auf einem Campingplatz verbracht. Aber dies ist mir nur möglich, da REIMO mir eine Solaranlage zur Verfügung gestellt hat, welche Balus Batterien am Leben halten, allein durch die Kraft der Sonne! Und ganz ehrlich, die scheint hier echt viel…;) Manchmal sogar viel zu viel.

 

Kurz noch eine kleine abenteuerliche Geschichte, bevor wir uns wieder auf den Weg begeben! Wohin es geht, wissen wir noch nicht genau, aber immer Richtung Freiheit, das ist klar!

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Ich liebe es, mir auf Google Maps kleine abgelegene Straßen zu suchen, denn ich denke, dort findet man die wahren Abenteuer und die schönsten Plätze!

Gesagt getan, auf Okrug, einer kleinen kroatischen Insel habe ich sie gefunden, die perfekte abgelegene Straße!

Auf der Karte führt sie bis zum Wasser, was mir sehr gefällt.

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Eine kurze Abkühlung bei der Hitze ist natürlich das Beste! Aber erst einmal muss ich Balu die schottrige Straße bis in die Nähe bringen.

Anfangs gar kein Problem, die Straße unbefestigt, aber relativ ok. Somit ging es weiter voran. Nach einer kurzen Weile geht es Berg ab und die Straße verwandelt sich immer mehr in eine schottrige Piste mit tiefen Schlaglöchern. Doch wir geben nicht auf, denn die Abkühlung im kalten Nass ruft, bei etwa 33 Grad Außentemperatur. ‚Balu, du schaffst das, ich glaube an dich!‘ – rede ich Balu gut zu, obwohl ich selbst schon langsam anfange zu zweifeln, ob wir es je wieder retour schaffen.

Dann wird der Weg immer steiler und schottriger. Keine Möglichkeit zu wenden und Balu nicht dafür gemacht, im unebenen Gelände zu fahren! Ich gebe auf, parke Balu am Rand auf halber Strecke und steige aus, um die restlichen 500 Meter zu Fuß zu laufen. Kaum ausgestiegen, wird mir klar wie eng, schottrige und steil der Weg eigentlich ist!

‚Scheisse‘ zischt es durch meinen Kopf, da bin ich wohl zu weit gegangen.

 

Ich versuche trotzdem noch den Strand zu Fuß zu erreichen, mache aber nach 5 Minuten wieder kehrt. Erstens ist die Hitze unerträglich und zweitens geht mir nicht aus dem Kopf, wie ich Balu den Weg zurück bringen soll! Es lässt mir einfach keine Ruhe.

Also mache ich einen Plan, wie ich Balu wende, ohne Servolenkung und auf einer viel zu steilen Straße, wo die Gefahr besteht, das Balu umkippt wenn er schräg steht!

Aber irgendwie muss ich ihn in Fahrtrichtung bringen, denn seine Hinterräder sind der Antrieb und rückwärts schaffen wir es auf keinen Fall den Berg hoch!

Also blieb mir nichts anderes übrig als auf der Stelle zu wenden!

Schweißperlen laufen über mein Gesicht, einerseits von der Hitze, andererseits vor Angst! Doch wie durch ein Wunder, schaffe ich es, Balu auf der steilen und engen Straße zu wenden, ohne das er kippt! Erste Mission geschafft!

Nächster Step, die schottrige Piste hoch, durch Schlaglöscher und dabei die Tanks am Unterboden nicht beschädigen! (Vor allem nicht den Gastank)

Ich gebe Gas, lasse die Kupplung kommen und die Hinterräder fangen an durchzudrehen. Wie durch ein Wunder bewegt sich Balu in Fahrtrichtung den Berg hinauf, langsam aber mit vollem Tatendrang. Ich konzentriere mich, Balu so sanft es geht, um und durch die Schlaglöscher zu manövrieren.

Eine wirklich holprige Angelegenheit mit heulendem Motor und durchdrehen Reifen! Scharfe Kurven erschweren die ganze Angelegenheit, aber Balu schlägt sich echt gut.

Kaum auf einigermaßen festem Untergrund angekommen parkte ich Balu erst einmal und sprach ihm gut zu. ‚Ich bin stolz auf dich Balu!‘ Mit einer Hand streichle ich Balu, mit der anderen wische ich mir die Schweißperlen von der Stirn! Geschafft – wie durch ein Wunder!

Was ein Abenteuer! Aber ich muss sagen, es hat uns zusammengeschweißt und uns zu einem besseren Team werden lassen!

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Bis zum nächsten mal!

Peace & Love

Mogli & Balu

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Eine Antwort auf Freiheit und Abenteuer im Campingbus

  1. Günter R. sagt:

    Hey 🙂 Ich habe mir jetzt ein paar deiner Artikel durchgelesen, aber diesen hier finde ich wohl am besten. Vor allem dieser Satz hat mich motiviert 🙂

    „Angekommen in einem Leben, welches mir so viel Ruhe gibt. So viele schöne Momente beschert und mir so viel Schönes entgegen bringt, dass ich es gar nicht fassen kann!“

    Super – eine tolle Einstellung. Ja Camping ist schon ein wenig Freiheit 🙂

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